Rudolf Rengshausen - Metallspritztechnik

Eine Firmenchronik

Die Ausführung von Sandstrahlarbeiten und Metallisierungen mittels Drahtspritzpistolen (Erfinder der Schweizer Max Ulrich Schoop) wird am Standort Wien 3, bereits seit 1916 (1916 - 1936 Österr. Schoop Metallisator GmbH; von 1926 - 1936 Inhaber Rudolf Rengshausen, ab 1936 Gründung der Rudolf Rengshausen - Metallspritztechnik) durchgeführt.



Die Metallspritzpistole funktioniert indem mittels Zahnrädern Draht einer durch Brenngasgemisch (Sauerstoff/Azetylen) erzeugten Flamme zugeführt wird, dort abgeschmolzen und mittels Pressluft auf das Werkstück, welches vorher metallblank sandgestrahlt wurde (SA3), aufgespritzt wird.



Die ersten Einsatzgebiete waren Reparaturaufspritzungen an Verschleissteilen landwirtschaftl. Maschinen, Motoren, Lagerungen und Wellen, sowie Spritzverzinkungen als hochwertiger Korrosionsschutz, Metallisierungen für die Radioindustrie (Kupferkontakte mittels Schablonen auf Leiterplatten aufspritzen), sowie Metallisierungen von Textilien (Patent Drytex). Ebenso Buntmetallaufspritzungen auf Walzen der Papier- und Textilindustrie. Weiters wurden Zn- bzw. ZnAl-Metallisierungen mit anschliessender Kunstharzbefilmung an Kraftwerksanlagen und Wehrschützen durchgeführt. Wobei, wie ein vorliegendes Gutachten zeigt, die Objekte nach 16 jähriger Standzeit den Rostgrad 0 aufwiesen. Es können aber alle in Drahtform erhältlichen Metalle aber auch Keramik verarbeitet und für die verschiedensten Anwendungsgebiete genutzt werden. Sei es aus technischen, optischen oder preislichen (z.B. Kunststoffskulpturen mit Metall überziehen) Gründen.




Vor dem massiven Einsatz von Edelstählen (Niro) wurden Anlagenteile der Lebensmittelindustrie (Behälter, Förderschnecken für Zucker- u. Malzfabriken mit Aluminium metallisiert und ein Porenverschluss mit Beschichtungsmaterial auf Epoxydharzbasis aufgebracht.








Die von uns durchgeführten Sandstrahlarbeiten werden gerne von Feuerverzinkereien (um alte Lackschichten zu entfernen, welche die Bäder verschmutzen würden), von Galvaniseuren, zur Reinigung und Oberflächenvorbereitung der Werkstücke, von Lackierereien oder Pulverbeschichtern in Anspruch genommen. Also überall dort wo Entrostung, Reinigung, gleichmässige oder auch nur raue Oberflächen gewünscht werden.




Edelstahlkonstruktionen werden Glasperlen gestrahlt um eine gleichmässige, samtig glänzende Struktur zu schaffen und Bearbeitungsspuren auszumerzen. In der Beleuchtungstechnik werden Kunststoffschalen und -platten gestrahlt um einen Lichtbrechungseffekt zu erreichen. Restauratoren im Auftrag des Bundesdenkmalamtes wünschen sehr schonende Strahlungen mit Nußschalen an historischem Schmiedeeisen zur grösstmöglichen Erhaltung intakter Zunder- und Minimumschichten. Aber auch Betonflächen (für eine strukturierte Oberfläche) oder Ziegel (zur Reinigung - wie z.B. 2002 in den Stadtbahnbogen durchgeführt) werden sandgestrahlt. Marmor und Naturstein für Nassräume wird aufgerauht und auch die Gummitechnik nützt die Sandstrahltechnik um die notwendige Haftung zu gewährleisten.









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