Unsere Tradition

Spezialisten und Pioniere

Der Familienbetrieb „Rudolf Rengshausen“ blickt mit Stolz auf eine mittlerweile 100-jährige Firmengeschichte zurück. Seit dem Jahr 1916 wenden wir das Verfahren des Metallspritzens an: Wir gehören somit nicht nur zu den Spezialisten auf diesem Gebiet, sondern auch zu den Pionieren. Doch bevor wir unsere Arbeit aufnehmen konnten, musste einiges geschehen.

Der Ursprung unserer Geschichte liegt in der Schweiz, genauer gesagt in Zürich. Dort wurde am 10. April 1870 Max Ulrich Schoop geboren, der später als Erfinder des Metallspritzverfahrens nicht nur unsere Geschichte maßgeblich prägen sollte.

Der junge Max Ulrich Schoop

Der junge Max Ulrich Schoop war vielseitig talentiert und interessiert: Als Sohn eines ausgezeichneten Kunstlehrers trat er zunächst in dessen Fußstapfen und begann im Alter von 15 Jahren eine Grafikausbildung am Institut von Wilhelm Chroneberg in Deutschland. Es hielt ihn dort jedoch nicht allzu lange und er kehrte bald in die Schweiz zurück, wo er eine Anstellung als Assistent eines Fotografen und Porträt-Retuscheurs annahm.

Max Ulrichs um zwölf Jahre älterer Bruder Paul war von Beruf Elektrochemiker und wurde 1890 Direktor einer Batteriefabrik. Diese betrieb auch eine Filiale in Moskau, an welche Max Ulrich drei Jahre später als Monteur entsandt wurde. Eine schwere Blinddarmentzündung zwang ihn bald dazu seine Position aufzugeben. Trotzdem blieb er noch für einige Zeit in Russland, lernte die Sprache seines Gastgeberlandes, arbeitete als Hauslehrer für Französisch und übersetzte Werke des russischen Schriftstellers Leo Tolstoi. Unerfüllt von diesen Tätigkeiten trieb es ihn jedoch bald wieder zurück in seine Heimat.

So kam es, dass Max Ulrich Schoop 1895 an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich das Studium der Physik und Elektrotechnik begann. Im Zuge dessen wurde er auch sehr bald wieder beruflich tätig und wurde schließlich – nach Zwischenstationen in Wien und Köln – 1903 vom Automobilhersteller Dinin nach Paris geholt, um als „Chef de Laboratoire“ mit seinem Know-How und Erfindergeist dem Unternehmen neues Leben einzuhauchen.

Der Plan schien aufzugehen, als Max Ulrich Schoop nach über 800 Versuchen schließlich das autogene Schweißen von Aluminium gelang. Beflügelt von diesem Erfolg reiste er im Jahr 1907 in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo er seine Erfindung vermarkten wollte. Obwohl diese Reise in einem finanziellen Fiasko endete, brachte sie auch etwas Gutes für den jungen Erfinder: Er traf dort endlich eines seiner großen Vorbilder Thomas Alva Edison.

Geistesblitz und Unternehmergeist

Die weitere Geschichte erinnert ein wenig an jene Isaac Newtons, der angeblich die Schwerkraft entdeckte, als ihm unter einem Baum sitzend ein herabfallender Apfel einen Geistesblitz bescherte. Max Ulrich Schoop war inzwischen nicht nur Ehemann, sondern auch stolzer Vater geworden. Als Ausgleich zur harten Arbeit, verbrachte er seine Freizeit gerne mit der Familie im Freien, genoss die warme Sonne Frankreichs und sah seinen Sprösslingen beim Spielen zu. Und es war gerade diese väterliche Freude, die an einem Vormittag im Frühjahr 1909 den Grundstein für seine und unsere weitere Laufbahn legte.

Die jungen Schoop Kinder tollten im Park umher, rauften, liefen um die Wette und erfreuten sich ihrer kindlichen Freiheiten. Besonderes Vergnügen bereitete ihnen das Flobertschießen, das damals – in einer Spielzeugvariante für Kinder – als beliebte Sport- und Freizeitbeschäftigung galt. Und nach einiger Zeit fiel Max Ulrich Schoop auf, dass sich an der Gartenmauer des Park Bois-Colombe, wo die Bleikugeln des Flobert-Gewehrs abgeprallt waren, ein durchgängiger Bleiüberzug gebildet hatte.

Der Erfindergeist des ehrgeizigen Schweizers war geweckt und er begann erneut Versuche durchzuführen: zunächst mit kleinen Kanonen, durch welche Zinn- oder Bleikugeln auf unterschiedliche Oberflächen aufgeschossen wurden. Es waren jedoch genau diese ersten Gehversuche, die im Laufe der Zeit den Grundstein für das Schoopsche Metallspritzverfahren bilden sollten. Am 28. April 1909 beantragte Max Ulrich Schoop ein Patent für das Verfahren – doch es mussten weitere vier Jahre und mehrere Prozesse ins Land ziehen, bevor ihm das Patent zugesprochen wurde.

In dieser Zeit kehrte Max Ulrich Schoop mitsamt seiner Familie Frankreich den Rücken und kehrte in seine Geburtsstadt Zürich zurück, wo er 1910 sein eigenes Laboratorium gründete, um in den kommenden Jahrzehnten seine Erfindung des thermischen Metallspritzen weiterzuentwickeln. Um für die nötige Finanzierung zu sorgen, eröffnete der Unternehmer zwei Firmen, die nicht nur Schoopsche Metallspritzpistolen herstellten, sondern auch Lohnmetallisierungen anboten. Und ab 1916 gab es eine solche auch im dritten Wiener Gemeindebezirk: Die „Österreichische Schoop Metallisator GmbH“ war geboren.

Die „Österreichische Schoop Metallisator GmbH“

Bei der Gründung mit dabei war auch ein gewisser Rudolf Rengshausen, der bereits zehn Jahre nach der Gründung stolzer Inhaber des Betriebes wurde. Und weitere zehn Jahre harter Arbeit zogen ins Land, bevor Rudolf Rengshausen sich den Traum vom eigenen Unternehmen erfüllen konnte: Im Jahr 1936 gründete er die „Rudolf Rengshausen Metallspritztechnik“.

Im Laufe der Zeit half unser Unternehmen nicht nur mit, die Lebensdauer landwirtschaftlicher Maschinen zu verlängern: Auch Metallisierungen für die Metall- und Textilindustrie, Buntmetallaufspritzungen auf Walzen oder Metallisierungen mit anschließender Kunstharzbefilmung an Kraftwerksanlagen und Wehrschützen waren bereits damals kein Problem.

Leidenschaft, Know-How und höchste Qualität

Rudolf Rengshausen, der aktuelle Geschäftsführer und Inhaber der „Rudolf Rengshausen GmbH“ sowie der „Rudolf Rengshausen Metallspritztechnik GmbH & Co KG“ war selbst bereits in jungen Jahren im Unternehmen tätig und erlernte das traditionsreiche Handwerk seiner Familie. Dieses Wissen gibt er nun auch an seinen Sohn Michael weiter, der seit 2014 tatkräftig im Unternehmen mitarbeitet, während sich Regina Rengshausen um die organisatorischen Belange des Unternehmens kümmert. Darüber hinaus wird der Familienbetrieb von Anto Blazevic, Goran Jovanovic und dessen Ehefrau Dragana unterstützt, die bereits eine lange Geschichte mit dem Unternehmen Rudolf Rengshausen verbindet.

Das Sandstrahlen und Metallspritzen ist für die Familie Rengshausen vom Beruf zur Berufung geworden. Mit dem Blick Richtung Zukunft und jeder Menge Leidenschaft werden das Wissen und die Fertigkeiten von Generation zu Generation weitergegeben. Der Funke springt über. Wir sind Feuer und Flamme für unsere Arbeit und stehen genau aus diesem Grund für höchste Qualität: mit viel Liebe, Know-How und dem Besten aus 100 Jahren Erfahrung.